„Wetter, Strecke, Leute – alles gut“

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105 Radler sind gestern auf dem Steinkohlenweg von Oelsnitz nach Gersdorf in die Pedalen getreten. Ein Lichtensteiner absolvierte die Fitness-Runde als Schnellster.

Rekord auf dem Steinkohlenweg: 105 Teilnehmer haben am gestrigen 4. Radlertreff teilgenommen, den der Verein Verkehrszentrum Stollberger Land im Auftrag der Arbeitsgruppe Steinkohlenweg organisiert hatte. Zwei Routen standen von Oelsnitz nach Gersdorf zur Wahl: eine 25 Kilometer lange Familienstrecke sowie eine Fitnessstrecke über rund 40 Kilometer. Letztere absolvierte ein Lichtensteiner als Schnellster: Oliver Wurlitzer. Der 33-Jährige erreichte das Ziel an der Glückauf-Brauerei schon nach reichlich zwei Stunden. Allerdings war er nicht allein unterwegs, sondern kam mit einer Sechsergruppe an. Zeiten sind beim Radlertreff ohnehin zweitrangig, es geht ums Mitmachen. Oliver Wurlitzer war bisher immer dabei und auch gestern begeistert: „Super. Wetter, Strecke, Leute – alles gut.“ Mit Inge Grämig aus Lichtenstein und Erika Kuhn aus Lugau waren gleich zwei Radlerinnen die ältesten weiblichen Teilnehmer, mit 78 Jahren war der Lichtensteiner Alfred Jäkel der betagteste männliche Fahrer. Leon Lorenz aus Niederwürschnitz mit acht und Loreen Selbmann aus Gersdorf mit zehn Jahren waren die jeweils Jüngsten. Für die Oelsnitzerin Nicole Klar war der Radlertreff eine Premiere, sie hatte gleich eine ganze Gruppe zum Mitmachen animiert – unter anderem Arbeitskollegin Romy Herrmann und deren Mann. Die Beiden waren aus Zschorlau gekommen. „Super organisiert“, sagte René Herrmann. Ihm habe auch gefallen, dass die Route Sehenswürdigkeiten tangierte, die sie noch nicht kannten, wie die Alte Ziegelei in Niederwürschnitz. „Jetzt freue ich mich erstmal auf ein schönes Bier“, sagte der Zschorlauer und mischte sich unter die Gäste im Brauereigelände, die bei Blasmusik den Tag des deutschen Bieres feierten.
Viel Lob gab es von den Radlern für die Organisation durch Gerd Lorenz und dessen ehrenamtliche Mitstreiter vom Verkehrszentrum. Lorenz war am Ende besonders auch darüber froh, dass die Sanitäter arbeitslos geblieben waren.

erschienen am 20.04.2015 (Von Viola Gerhard)
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