ALE sahnt „Großes Gold“ ab

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In der Glückauf-Brauerei lagen diese Woche Stress und Erfolg dicht beieinander.
Lohn der Mühe: ein Preis und ein Zertifikat.

Die Nachricht erreichte Astrid Peiker, Geschäftsführerin der Glückauf-Brauerei, am Montag mitten im stressigen Zertifizierungsprozedere für das Prädikat „International Food Standard IFS 6.0“: Die Gersdorfer Braumeister haben beim International Craft Beer Award mit ihrem ALE (6,8 Prozent Alkohol, 14 Prozent Stammwürze) „Großes Gold“ in der Kategorie „Experimental Style“ abgesahnt.
Damit befanden sich die Sachsen in bester Gesellschaft. Nur der Boston Beer Company aus den USA gelang in dieser Kategorie mit dem Samuel Adams Merry Maker (9,01 Prozent Alkohol, 21,5 Prozent Stammwürze) das Gleiche.

Zum zweiten Mal ist die internationale Bier-Elite mit dem Award ausgezeichnet worden. Dafür sind 550 Produkte aus 20 Ländern, doppelt so viele wie 2014, von Experten unter die Lupe genommen worden. 216 Medaillen wurden verliehen, aber nur 15-mal „Großes Gold“, die höchste Auszeichnung. Damit hat die kleine Gersdorfer Brauerei auch einige der großen deutschen Traditionshäuser hinter sich gelassen.

Für Astrid Peiker und ihr Team lief nach dieser Erfolgsmeldung die Zertifizierung im Haus quasi wie geschmiert. Zwei Tage lang nahm Zertifizierer Jürgen Kaminski sämtliche Produktionsprozesse unter die Lupe. Vom Hygiene- bis zum Krisenmanagement wird dabei alles kontrolliert und bewertet. Die Zertifizierung ist vor Jahren eingeführt worden, weil die Ansprüche der Verbraucher an die Lebensmittelsicherheit und die Qualität der Produkte gewachsen sind. Auch die Einkäufer für die großen Handelsketten schauen danach. Das IFS 6.0 ermöglicht den Gerdorfern beispielsweise, dass ihre Produkte bei Kaufland, Rewe, Netto, Edeka und anderen gelistet werden. „Ich bin glücklich, dass wir die Verteidigung des Zertifikats mit 97,8 Prozent überdurchschnittlich gut geschafft haben“, gab sich Peiker erleichtert.
Auf das „Große Gold“ hat sie mit ihren Braumeistern angestoßen – natürlich mit dem großen Gewinner, dem Gersdorfer ALE.

erschienen am 26.03.2015 ( Von Hans-Peter Kuppe )
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